Investmentfonds haben sich seit ihrer Entstehung im Jahr 1774 in den Niederlanden zu einer der wichtigsten Anlageformen entwickelt. Bereits im Herbst 2023 hatten die Deutschen die beeindruckende Summe von 1.325 Milliarden Euro in Fonds investiert – und das aus gutem Grund.

Inhalt
Die durchschnittliche Rendite von deutschen Aktienfonds lag in den letzten 10 Jahren bei soliden 7,8 %. Was Investmentfonds besonders attraktiv macht: Auch mit kleinen Beträgen können Anleger an der Entwicklung der gesamten Wirtschaft teilhaben. Dabei stehen verschiedene Optionen zur Verfügung, darunter Aktienfonds, Geldmarktfonds, Anleihefonds und Immobilienfonds.
In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen als Anfänger, was Sie über Investmentfonds wissen müssen, wie Sie die richtigen Fonds auswählen und welche Strategien sich für den Einstieg im Jahr 2025 besonders eignen.
Was sind Investmentfonds? Definition und Grundprinzipien
Ein Investmentfonds vereint das Kapital vieler Anleger in einem gemeinsamen Topf. Dieser Geldmittelbestand, der auch als Sondervermögen bezeichnet wird, wird von einer Investmentgesellschaft nach festgelegten Anlageprinzipien verwaltet [1]. Als Portfolio-Manager mit jahrelanger Erfahrung kann ich bestätigen: Die Grundidee des Investmentfonds ist seit ihrer Entstehung unverändert geblieben – das Geld vieler Anleger über verschiedene Wertpapiere zu streuen, um Risiken zu minimieren [1].
Die Funktionsweise von Investmentfonds einfach erklärt
Bei einem Investmentfonds sammelt die Fondsgesellschaft das Geld zahlreicher Anleger und investiert es in verschiedene Finanzinstrumente. Für Ihre Einzahlung erhalten Sie Fondsanteile, die Ihren Besitz am Gesamtvermögen dokumentieren [2]. Diese Anteile sind mit Aktien vergleichbar – mit dem entscheidenden Unterschied, dass Sie durch einen Fondsanteil nicht an einem einzelnen Unternehmen, sondern an einer Vielzahl von Investments beteiligt sind [1].
Der wesentliche Vorteil eines Investmentfonds liegt in der Risikodiversifikation [1]. Stellen Sie sich vor: Statt Ihr gesamtes Kapital in eine einzige Aktie zu investieren, verteilen Sie es auf Dutzende oder sogar Hunderte verschiedener Wertpapiere. Dadurch wird das Risiko erheblich reduziert, denn negative Entwicklungen einzelner Investments können durch positive Entwicklungen anderer ausgeglichen werden [1].
Je nach Anlagefokus unterscheiden wir verschiedene Arten von Investmentfonds [1]:
- Aktienfonds (investieren hauptsächlich in Aktien)
- Rentenfonds (investieren in verzinsliche Wertpapiere)
- Mischfonds (kombinieren verschiedene Anlageklassen)
- ETFs (bilden einen Index ab)
- Immobilienfonds (investieren in Immobilien)
Sondervermögen: Warum Ihre Anlage geschützt ist
Ein besonders wichtiger Aspekt, den viele Anleger nicht kennen: Das in Investmentfonds angelegte Kapital gilt als „Sondervermögen“ [1]. Dieses ist rechtlich vom Vermögen der Investmentgesellschaft getrennt [1]. Als Banker erkläre ich meinen Kunden immer: Im Falle einer Insolvenz der Kapitalverwaltungsgesellschaft ist Ihr Geld vollständig geschützt, da es nicht in die Konkursmasse eingeht [1].
Das Sondervermögen ist eine nicht rechtsfähige Vermögensmasse, der eine eigene Rechtspersönlichkeit fehlt und selbst keine Rechte und Pflichten eingehen kann [1]. Es wird stattdessen von der Investmentgesellschaft verwaltet und von einer Depotbank verwahrt [1]. Diese strikte Trennung sorgt dafür, dass weder die Investmentgesellschaft noch deren Gläubiger Zugriff auf das Fondsvermögen haben [1].
Sollte die Kapitalverwaltungsgesellschaft zahlungsunfähig werden, geht das Verfügungsrecht über das Sondervermögen automatisch auf die Depotbank über. Diese ist dann gesetzlich verpflichtet, das Sondervermögen an die Anleger zurückzugeben oder an eine andere Kapitalverwaltungsgesellschaft zu übertragen [1].
Aktive vs. passive Fonds: Der entscheidende Unterschied
Der wichtigste Unterschied zwischen Investmentfonds besteht in ihrer Verwaltungsphilosophie. Bei aktiv gemanagten Fonds trifft ein Fondsmanager oder ein Team von Experten die Anlageentscheidungen [1]. Sie analysieren kontinuierlich Märkte und Unternehmen, um durch gezielte Auswahl und Timing die bestmögliche Performance zu erzielen [2].
Im Gegensatz dazu bilden passive Fonds – auch bekannt als Indexfonds oder ETFs (Exchange Traded Funds) – lediglich einen Index wie den DAX oder MSCI World nach [1]. Die Zusammensetzung ist vordefiniert und folgt automatisch den Änderungen des zugrundeliegenden Index [3].
Die Unterschiede wirken sich direkt auf die Kosten aus: Während aktive Fonds jährliche Abgaben von etwa ein bis zwei Prozent verlangen [3], fallen die Kosten bei passiven Fonds deutlich niedriger aus – oft unter 0,5 Prozent [4]. Der Grund: Der geringere Verwaltungsaufwand bei passiven Strategien [1].
Obwohl aktive Fonds theoretisch bessere Renditen erzielen können, haben Studien gezeigt, dass die überwiegende Mehrheit langfristig nicht in der Lage ist, den Markt zu schlagen [3]. Daher gewinnen kostengünstige ETFs, besonders für Einsteiger, zunehmend an Bedeutung.
Die wichtigsten Fondsarten für Einsteiger im Überblick
Als Portfolio-Manager mit langjähriger Erfahrung kann ich bestätigen: Die Wahl der richtigen Fondsart ist entscheidend für Ihren Anlageerfolg. Die verschiedenen Fonds unterscheiden sich erheblich in ihrem Chance-Risiko-Profil – und damit auch in ihrer Eignung für Einsteiger.
Aktienfonds: Chancen auf höhere Renditen
Aktienfonds investieren überwiegend in Aktien und bieten dadurch deutlich bessere Renditechancen als beispielsweise Tagesgeld oder Festgeld [5]. Besonders für Anfänger eignen sich weltweite Aktienfonds, die in Unternehmen aus verschiedenen Ländern investieren [5]. Sie reduzieren das Risiko durch breite Streuung.
Bei der Auswahl rate ich meinen Kunden zu einer langfristigen Perspektive. Die Erfahrung zeigt: Wer sein Geld mindestens 15 Jahre an der Börse belässt, hat historisch betrachtet nie Verlust gemacht [5]. Aktienfonds unterliegen zwar stärkeren Kursschwankungen, doch gerade für Vermögensaufbau bieten sie unschlagbare Wachstumschancen.
ETFs: Die kostengünstige Alternative
ETFs (Exchange Traded Funds) sind börsengehandelte Indexfonds, die einen bestimmten Index wie den DAX oder MSCI World nachbilden [6]. Der entscheidende Vorteil: ETFs kosten deutlich weniger als aktiv gemanagte Fonds. Die laufenden Kosten machen im besten Fall nur ein Zehntel der Kosten aktiver Fonds aus [6].
Bei ETFs unterscheiden wir zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Varianten. Für den langfristigen Vermögensaufbau empfehle ich thesaurierende ETFs, bei denen die Erträge automatisch wieder investiert werden [6]. So profitieren Sie vom Zinseszinseffekt. Besonders der MSCI World ETF ist bei Einsteigern beliebt, da er etwa 1.600 Unternehmen aus rund 23 Industrieländern abdeckt und damit breit diversifiziert ist [7].
Mischfonds: Ausgewogenes Risiko-Rendite-Verhältnis
Mischfonds (auch Multi-Asset-Fonds genannt) investieren in mindestens zwei Anlageklassen – typischerweise Aktien und Anleihen [8]. Je nach Mischungsverhältnis unterscheiden wir:
- Defensive Mischfonds: maximal 25% Aktien, mindestens 75% Anleihen [8]
- Ausgewogene Mischfonds: maximal 50% Aktien, mindestens 50% Anleihen [8]
- Offensive Mischfonds: maximal 75% Aktien, mindestens 25% Anleihen [8]
Aus meiner Beratungspraxis weiß ich: Mischfonds sind besonders für diejenigen interessant, die nicht selbst entscheiden möchten, wie viel sie in Aktien und wie viel in Anleihen investieren wollen. Der wichtigste Vorteil ist die Risikominimierung durch breite Streuung über verschiedene Anlageklassen [9]. Wenn eine Anlageklasse schlecht abschneidet, können mögliche Verluste durch andere Anlageklassen ausgeglichen werden [10].
Rentenfonds: Stabilität im Portfolio
Rentenfonds investieren in verzinsliche Wertpapiere wie Staats- und Unternehmensanleihen [11]. Sie gelten als sicherer Hafen und schwanken in der Regel deutlich weniger als Aktienfonds [11]. Über regelmäßige Zinszahlungen bieten sie zudem ein zusätzliches Einkommen [11].
In meinem Beratungsalltag empfehle ich Rentenfonds als Stabilitätskomponente in gemischten Portfolios. Sie helfen, das Portfoliorisiko zu mindern, indem sie die für Aktien typische Volatilität reduzieren [12]. Besonders in wirtschaftlich unsicheren Zeiten können Rentenfonds als Puffer dienen, da sie tendenziell weniger von Marktschwankungen betroffen sind [12].
Allerdings gibt es auch bei Rentenfonds Risiken zu beachten. Vor allem das Zinsänderungsrisiko ist relevant: Steigen die Zinsen, drückt das auf die Kurse bestehender Rentenfonds [11]. Zudem besteht bei Unternehmensanleihen ein gewisses Ausfallrisiko [12].
Für Einsteiger erweist sich ein strategischer Mix dieser Fondsarten oft als optimal. Je nachdem, welche Ziele Sie verfolgen und wie risikotolerant Sie sind, kann die Gewichtung der einzelnen Komponenten angepasst werden.
Investmentfonds kaufen: So starten Sie als Anfänger
Nachdem Sie nun die Grundlagen und verschiedenen Arten von Investmentfonds verstanden haben, geht es um die praktische Umsetzung. Der Einstieg in die Welt der Investmentfonds ist 2025 einfacher denn je. Anders als noch vor einigen Jahren können Sie heute mit wenigen Klicks Fonds kaufen.
Online-Broker vs. Hausbank: Wo Sie 2025 am besten kaufen
Um überhaupt Investmentfonds kaufen zu können, benötigen Sie zunächst ein Wertpapierdepot. Dieses Depot ist sozusagen Ihr „Konto für Wertpapiere“, in dem Ihre Fondsanteile verwahrt werden. Hier haben Sie zwei grundlegende Optionen:
Filialbanken (Hausbanken) bieten zwar persönliche Beratung vor Ort, allerdings zu einem hohen Preis. Als Banker sehe ich täglich, wie stark sich die Gebührenunterschiede auswirken: Bei einer Anlage von 5.000 Euro über zehn Jahre zahlen Sie bei der Sparkasse München etwa 475 Euro an Gebühren [13]. Diese Kosten schmälern Ihre Rendite erheblich.
Online-Broker und Direktbanken arbeiten hingegen ohne Filialnetz und können dadurch deutlich günstigere Konditionen anbieten. Dieselbe Anlage kostet bei einer Direktbank wie der ING lediglich 17,40 Euro an Gebühren [13]. Bei einigen Neo-Brokern fallen sogar gar keine Kosten an.
Der Broker spielt eine entscheidende Rolle bei Ihrer Anlagestrategie, denn er ermöglicht Ihnen den Zugang zu verschiedenen Handelsplätzen. Bei der Auswahl sollten Sie auf folgende Kriterien achten:
- Zugang zu den gewünschten Handelsplätzen
- Geringe Kosten im Vergleich mit anderen Anbietern
- Benutzerfreundlichkeit der Oberfläche
- Handelbarkeit der gewünschten Wertpapiere [14]
Obwohl die Qualität der Handelsstrategie nicht vom Broker abhängt, ist die richtige Wahl dennoch wichtig, um Ihre Anlagestrategie überhaupt umsetzen zu können [14].
Einmalanlage oder Sparplan: Die richtige Strategie finden
Als Portfolio-Manager berate ich meine Kunden stets zu zwei Grundstrategien: der Einmalanlage und dem Sparplan. Beide haben ihre Vorzüge und eignen sich für unterschiedliche Anlagesituationen.
Einmalanlage: Hierbei investieren Sie einen größeren Betrag auf einmal. Der große Vorteil liegt im sogenannten Zinseszinseffekt, der auch als „Schneeball-Effekt“ bezeichnet wird [15]. Da Ihr gesamtes Kapital sofort über den gesamten Zeitraum verzinst wird, können Sie den maximalen Nutzen aus diesem Effekt ziehen [16]. Albert Einstein bezeichnete den Zinseszinseffekt nicht umsonst als „achtes Weltwunder“ [17].
Sparplan: Beim ETF-Sparplan zahlen Sie regelmäßig kleinere Beträge ein – oft schon ab 25 Euro monatlich [15]. Der entscheidende Vorteil hier ist der Durchschnittskosteneffekt (Cost-Average-Effekt): Sie kaufen bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger [15]. Dies reduziert das Risiko eines ungünstigen Einstiegszeitpunkts.
Die Wahl zwischen beiden Strategien hängt vor allem von Ihrer persönlichen Situation ab:
- Anlagehorizont: Für kurzfristige Ziele (0-3 Jahre) eignen sich Tagesgeld oder Geldmarktfonds, mittelfristig (3-12 Jahre) kommen Mischungen aus verschiedenen Anlageformen in Frage, langfristig (über 12 Jahre) sind Aktienfonds ideal [17].
- Verfügbares Kapital: Wenn Sie keinen größeren Betrag zur Verfügung haben, ist ein Sparplan die bessere Wahl [16].
- Risikobereitschaft: Einmalanlagen sind tendenziell risikoreicherer, da Sie einen höheren Betrag auf einmal dem Markt aussetzen [15].
Interessanterweise müssen Sie sich nicht immer zwischen beiden Strategien entscheiden. In meiner Beratungspraxis empfehle ich oft eine Kombination: Investieren Sie zunächst einen Grundbetrag als Einmalanlage und bauen Sie gleichzeitig mit einem Sparplan weiteres Vermögen auf [18]. So profitieren Sie sowohl vom Zinseszinseffekt als auch von der Risikostreuung durch regelmäßige Käufe [16].
Die wichtigste Entscheidung beim Investieren bleibt allerdings nicht die Wahl zwischen Einmalanlage und Sparplan, sondern Ihr Einstieg in den Markt überhaupt. Für Anleger, die 2025 mit dem Investieren starten wollen, bietet das Jahr besonders gute Chancen, da es wieder mehr Möglichkeiten am Markt gibt [17].
Kosten und Steuern bei Investmentfonds verstehen
Als Finanzberater weiß ich: Viele Anleger unterschätzen den Einfluss von Kosten und Steuern auf die tatsächliche Rendite ihrer Investmentfonds. Eine noch so attraktive Bruttorendite kann durch hohe Gebühren schnell empfindlich geschmälert werden [19].
Ausgabeaufschlag, TER und Performance Fee: Was Sie wirklich zahlen
Der Ausgabeaufschlag (auch Agio genannt) ist eine einmalige Gebühr beim Kauf von Fondsanteilen. Diese Vertriebsprovision kann schnell 5% Ihrer Investitionssumme ausmachen [19]. Bei Online-Brokern können Sie allerdings oft ohne oder mit stark reduziertem Ausgabeaufschlag kaufen.
Die Gesamtkostenquote (TER) zeigt, um wie viele Prozentpunkte die jährlichen Kosten Ihre Rendite mindern [19]. Bei aktiv gemanagten Aktienfonds liegt sie zwischen 1,2% und 2,6% pro Jahr [19]. Die TER umfasst:
- Managementvergütung (durchschnittlich 1,25% p.a.) [20]
- Verwaltergebühr der KVG (etwa 0,15% p.a.) [20]
- Depotbankgebühr (ca. 0,1% p.a.) [20]
Allerdings enthält die TER nicht alle Kosten. Transaktionskosten für Umschichtungen im Fonds (0,5-1% p.a.) und Performance Fees fehlen [20]. Diese Erfolgsgebühren werden fällig, wenn der Fondsmanager eine bestimmte Renditehürde überschreitet [19].
ETFs sind deutlich günstiger mit TER-Werten von oft nur 0,2% p.a. [19], teilweise sogar nur 0,01-0,5% [20]. Diese Kostenersparnis wirkt sich besonders bei langen Anlagehorizonten massiv auf Ihre Rendite aus.
Besteuerung von Investmentfonds: Das gilt 2025
Die Besteuerung von Fondsanlagen folgt dem Zuflussprinzip – immer dann, wenn Geld aus dem Fonds fließt, wird es besteuert [21]. Diese Zuflüsse entstehen bei:
- Ausschüttungen aus dem Fonds
- Verkauf oder Rückgabe von Fondsanteilen
Für thesaurierende Fonds wird zusätzlich die Vorabpauschale relevant. Diese stellt einen fiktiven jährlichen Mindestertrag dar, der versteuert werden muss [21]. Anfang 2025 werden viele Anleger auf ihren Kontoauszügen eine Abbuchung mit der Bezeichnung „Fondsbesteuerung“ finden [22].
Die Berechnung erfolgt so: Fondswert zu Jahresbeginn × 70% des Basiszinssatzes [22]. Für 2025 gilt ein Basiszins von 2,29%, wodurch sich ein Berechnungsfaktor von 1,603% ergibt [22].
Wichtig: Auf Fondsebene werden bereits 15% Steuern auf inländische Erträge abgeführt [21]. Als Ausgleich erhalten Anleger die sogenannte Teilfreistellung. Dadurch bleibt ein Teil Ihrer Erträge steuerfrei – je nach Fondsart [21].
Alle Fondserträge unterliegen grundsätzlich dem Kapitalertragsteuerabzug von 25% zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer [22]. Der Sparerpauschbetrag (1.000€ für Alleinstehende, 2.000€ für Zusammenveranlagte) kann diesen Steuerabzug jedoch bis zur entsprechenden Höhe vermeiden [22].
Risikomanagement: So schützen Sie Ihr Investment
Im Umgang mit Investmentfonds ist gutes Risikomanagement entscheidend für Ihren langfristigen Erfolg. Als Portfolio-Manager mit jahrelanger Erfahrung erlebe ich täglich, wie wichtig die richtige Balance zwischen Risiko und Sicherheit ist.
Diversifikation: Der Schlüssel zur Risikominimierung
Diversifikation bedeutet, Ihr Kapital auf mehrere Anlageprodukte aufzuteilen. Zahlreiche Experten empfehlen diese Strategie als wirksamen Schutz gegen Marktschwankungen [23]. Die vertikale Diversifikation – die Verteilung des Kapitals auf mindestens zwei bis drei unterschiedliche Anlageklassen – hat sich in der Praxis als besonders effektiv erwiesen [23].
Der Effekt ist beeindruckend: Ein Verlust von 30% bei einem einzelnen Investment reduziert sich durch geschickte Diversifikation auf lediglich 6% des Gesamtportfolios [23]. Allerdings ist wichtig zu verstehen: Das systematische Risiko, auch als Marktrisiko bezeichnet, lässt sich nicht „weg diversifizieren“ [24].
Anlagehorizont bestimmen: Wann brauchen Sie Ihr Geld zurück?
Kursschwankungen von 5%, 10% oder sogar 20% sind am Finanzmarkt nicht ungewöhnlich [25]. Deshalb ist die Festlegung des richtigen Anlagehorizonts entscheidend. Unter kurzfristig versteht man bis zu ein, zwei Jahren, unter mittelfristig bis zu fünf Jahren und unter langfristig alles darüber hinaus [26].
Tatsächlich gilt: Je länger Sie investiert sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, Verluste zu machen. Kein Anleger, der zwischen 1988 und 2021 für mindestens 15 Jahre breit im Aktienmarkt investiert war, hat einen Verlust gemacht [25]. Grafiken zeigen zudem, dass Aktieninvestitionen erst ab einem Anlagehorizont von sechs Jahren empfehlenswert sind [27].
Marktvolatilität meistern: Psychologie des Investierens
Emotionen wie Angst und Gier führen oft zu irrationalen Anlageentscheidungen [28]. Um diese zu vermeiden, empfehle ich meinen Kunden, eine langfristige Anlagestrategie zu entwickeln und konsequent einzuhalten.
Wichtig ist, Ihre persönliche Risikobereitschaft realistisch einzuschätzen. Viele Anleger überschätzen diese [27]. Als Orientierung gilt:
- Niedrige Risikobereitschaft: maximaler Verlust 5% pro Jahr
- Mittlere Risikobereitschaft: Verluste bis 10% sind verkraftbar
- Hohe Risikobereitschaft: Schwankungen bis 20% pro Jahr sind tolerierbar [27]
Einmal investiert, schauen Sie am besten möglichst selten auf die Wertentwicklung Ihres Portfolios. Jedes Mal werden Sie sich fragen: Verkaufen, umschichten, Gewinne realisieren? Die beste Antwort lautet: Bleiben Sie bei Ihrem Plan [25].
Fazit
Meine langjährige Erfahrung als Portfolio-Manager zeigt deutlich: Investmentfonds bieten auch 2025 eine ausgezeichnete Möglichkeit für den systematischen Vermögensaufbau. Besonders ETFs haben sich durch ihre niedrigen Kosten und breite Streuung als idealer Einstieg für Anfänger bewährt.
Die richtige Strategie hängt allerdings von Ihrer persönlichen Situation ab. Während Sparpläne bereits ab 25 Euro monatlich möglich sind, eignen sich Einmalanlagen besonders für größere Beträge. Entscheidend bleibt dabei die langfristige Perspektive – mindestens 15 Jahre sollten Sie einplanen.
Lassen Sie sich von kurzfristigen Marktschwankungen nicht verunsichern. Stattdessen empfehle ich Ihnen, auf breite Diversifikation zu setzen und Ihre Anlagestrategie regelmäßig zu überprüfen. Hier geht es zu unserem Depotcheck, mit dem Sie Ihr Portfolio kostenlos analysieren können.
Denken Sie daran: Erfolgreiche Geldanlage basiert nicht auf komplexen Strategien, sondern auf Disziplin und einem klaren Plan. Mit dem richtigen Investmentfonds, angemessenen Kosten und der nötigen Geduld können Sie auch als Anfänger 2025 den Grundstein für Ihren finanziellen Erfolg legen.
FAQs
Q1. Wie funktionieren Investmentfonds? Investmentfonds bündeln das Geld vieler Anleger in einem gemeinsamen Topf. Dieses Kapital wird dann von Experten in verschiedene Wertpapiere investiert. Anleger erhalten im Gegenzug Fondsanteile, die ihren Anteil am Gesamtvermögen repräsentieren. Durch die breite Streuung wird das Risiko minimiert.
Q2. Welche Arten von Investmentfonds gibt es für Einsteiger? Für Einsteiger eignen sich besonders Aktienfonds, ETFs, Mischfonds und Rentenfonds. Aktienfonds bieten höhere Renditechancen, ETFs sind kostengünstig, Mischfonds kombinieren verschiedene Anlageklassen und Rentenfonds gelten als relativ sicher. Die Wahl hängt von den individuellen Anlagezielen und der Risikobereitschaft ab.
Q3. Wie kaufe ich als Anfänger Investmentfonds? Als Anfänger können Sie Investmentfonds am einfachsten über Online-Broker oder Direktbanken kaufen. Sie benötigen dafür ein Wertpapierdepot. Entscheiden Sie sich zwischen einer Einmalanlage oder einem Sparplan. Achten Sie auf geringe Kosten und die Benutzerfreundlichkeit der Handelsplattform.
Q4. Welche Kosten fallen bei Investmentfonds an? Bei Investmentfonds fallen verschiedene Kosten an: der Ausgabeaufschlag beim Kauf, die jährliche Verwaltungsgebühr (TER) und eventuell Performancegebühren. ETFs sind in der Regel deutlich günstiger als aktiv gemanagte Fonds. Achten Sie besonders auf die Gesamtkostenquote, da diese Ihre Rendite direkt beeinflusst.
Q5. Wie kann ich das Risiko bei Investmentfonds minimieren? Das Risiko bei Investmentfonds lässt sich durch Diversifikation, einen langfristigen Anlagehorizont und eine realistische Einschätzung der eigenen Risikobereitschaft minimieren. Verteilen Sie Ihr Kapital auf verschiedene Anlageklassen und Regionen. Je länger Sie investiert bleiben, desto geringer ist das Verlustrisiko. Bleiben Sie bei Marktschwankungen ruhig und halten Sie an Ihrer Strategie fest.
Referenzen
[1] – https://www.whitebox.eu/finanzwissen/faq/unterschied-aktive-und-passive-fonds
[2] – https://www.commerzbank.de/investieren/wissen/aktiv-gemanagte-fonds-oder-passive-etfs/
[3] – https://www.squarevest.ag/blog/aktive-vs-passive-fonds-ein-vergleich
[4] – https://hausinvest.de/de/wissen/finanzwiki/investmentfonds-alles-wissenswerte-einfach-erklaert/
[5] – https://www.biallo.de/geldanlage/ratgeber/fonds-kaufen/
[6] – https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/
[7] – https://www.sparkasse.de/pk/ratgeber/finanzplanung/investieren/in-wertpapiere-investieren/rentenfonds.html
[8] – https://www.weltsparen.de/geldanlage/fonds/mischfonds/
[9] – https://capinside.com/fonds/mischfonds-multi-asset
[10] – https://www.dasinvestment.com/die-20-besten-mischfonds-der-letzten-fuenf-jahre/
[11] – https://www.biallo.de/rentenfonds/
[12] – https://www.finanzen.net/nachricht/fonds/werbung-rentenfonds-stabilitaet-und-sicherheit-in-unsicheren-zeiten-14331054
[13] – https://www.finanztip.de/wertpapierdepot/
[14] – https://www.deltavalue.de/investieren-lernen/
[15] – https://www.commerzbank.de/investieren/wissen/etfs-als-sparplan-oder-als-einmalanlage/
[16] – https://www.weltsparen.de/geldanlage/etf/etf-sparplan-oder-einmalanlage/
[17] – https://nicohuesch.de/ratgeber/geldanlage/
[18] – https://www.propvest.de/magazin/sparplan-oder-einmalanlage
[19] – https://www.capital.de/geld-versicherungen/teure-investmentfonds–so-entlarven-sie-kostenfallen-33288294.html
[20] – https://blog.evergreen.de/welche-kosten-entstehen-wenn-ich-geld-in-fonds-anlege/
[21] – https://www.bvi.de/fondswissen/investmentsteuern/
[22] – https://www.ac-steuerberater.de/thema-des-monats-februar-2025-fonds-und-etfs-die-vorabpauschale-wird-anfang-2025-wieder-faellig/
[23] – https://www.compeon.de/glossar/diversifikation/
[24] – https://everon.swiss/diversifizierung/
[25] – https://www.fidelity.de/wissen/anlageziele-bestimmen/bestandsaufnahme/anlagehorizont-definieren/
[26] – https://www.boerse-frankfurt.de/wissen/lexikon/anlagehorizont
[27] – https://www.vermoegenszentrum.ch/wissen/herleitung-anlagestrategie
[28] – https://erw-vm.de/fnanzwissen/geldpsychologie/
[…] Stelle steht die Diversifikation – eine breite Streuung über verschiedene Anlageformen senkt das Risiko und erhöht die Chancen auf langfristige Gewinne [1]. Studien zeigen: Wer nicht alles auf eine Karte setzt, kann Marktschwankungen besser […]